Ressourcenknappheit, Fachkräftemangel und dynamische Marktanforderungen stellen die Transport- und Logistikbranche vor große Herausforderungen – heute und in den kommenden Jahren. Technologische Innovationen bieten neue Lösungsansätze und prägen die Zukunftstrends der Branche.
Trend Nr. 1: Digitalisierung
Die digitale Vernetzung der Supply Chain zählt zu den wichtigsten Zukunftstrends in der Logistikbranche. Angesichts steigender Komplexität und intensiven Wettbewerbs ist eine enge Zusammenarbeit aller Akteure entlang der Lieferkette entscheidend, um schnell und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Dafür sind fortschrittliche IT-Systeme mit nahtlos integrierten Schnittstellen und Plattformen unerlässlich.
Vernetzung mit Cloud-Computing und Blockchain-Technologie
Zu den Schlüsseltechnologien der digitalen Logistik zählen Cloud-Computing und Blockchain-Technologie. Sie ermöglichen die Analyse und Verarbeitung großer Datenmengen, verbessern die Skalierbarkeit von IT-Ressourcen und erhöhen die Flexibilität innerhalb der Lieferkette. Während Cloud-Computing Rechenleistung, Speicherplatz und Software über externe Cloud-Dienste bereitstellt, ist Blockchain eine dezentrale, manipulationssichere Datenbanktechnologie, die Transaktionen in der Lieferkette transparent dokumentiert.
Cloud-Computing ermöglicht zudem eine nahtlose Vernetzung aller Akteure entlang der Supply Chain. Digitale Rechnungen und Lieferscheine sind ebenso Teil dieser Entwicklung wie smarte IoT-Geräte. Sensoren, Standort-Tracker und automatisierte Bestandsverwaltungssysteme wie RFID-Tags liefern Echtzeitdaten, die Transparenz und Planungsgenauigkeit erheblich steigern.
KI als Logistik-Trend der Zukunft
Arbeitskräfte, Stellflächen und Ladezonen sind wertvolle Ressourcen, die effizient genutzt werden müssen. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine immer wichtigere Rolle – insbesondere in der Routenplanung und der Entwicklung intelligenter Logistikkonzepte. KI-gestütztes Asset-Management und die Automatisierung von Logistikprozessen entlasten Disponenten und erleichtern fundierte Entscheidungen. Experten sind sich einig: Bis 2030 wird KI aus der Logistikbranche nicht mehr wegzudenken sein.
Datenschutz als größte Herausforderung
Digitale Logistiknetzwerke mit ihren wachsenden Datenmengen geraten zunehmend ins Visier von Cyberangriffen. Daher zählen umfassender Datenschutz und fortschrittliche Sicherheitsmaßnahmen – etwa Cyber-Security 2.0 – zu den größten Herausforderungen der digitalen Logistik.
Trend Nr. 2: Predictive Analytics und Big Data
Um Entwicklungen in der Logistikbranche präziser vorhersagen zu können, gewinnen Marktanalysen zunehmend an Bedeutung. Hier kommen Predictive Analytics und Big Data ins Spiel: Predictive Analytics (prädiktive Analytik) beschreibt den Einsatz von Daten, statistischen Algorithmen und maschinellem Lernen, um zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen zu prognostizieren. Dafür sind enorme Datenmengen erforderlich, die herkömmliche Datenbanken überschreiten – diese werden als Big Data bezeichnet.
Datenbasierte Vorhersagen in der Logistik
- Bestandsoptimierung: Die Analyse historischer und aktueller Daten ermöglicht präzise Vorhersagen über zukünftige Bestandsanforderungen. Unternehmen können so Überbestände vermeiden und eine optimale Warenverfügbarkeit sicherstellen.
- Routenoptimierung: Predictive Analytics hilft dabei, die effizientesten Transportwege zu bestimmen. Dies verkürzt Lieferzeiten, senkt Transportkosten und reduziert den CO2-Ausstoß.
- Prozessoptimierung: Durch kontinuierliche Überwachung und Datenanalyse lassen sich Engpässe und Ineffizienzen frühzeitig erkennen und beheben. So wird die gesamte Lieferkette reaktionsfähiger und effizienter.
Echtzeit-Optimierung durch Big Data
- Echtzeit-Daten: Die Nutzung von Live-Daten aus IoT-Sensoren und Telematiksystemen ermöglicht eine sofortige Reaktion auf Veränderungen und Störungen. In Kombination mit einem digitalen Zwilling lassen sich Abläufe so laufend optimieren.
- Proaktive Entscheidungen: Anstatt nur auf Probleme zu reagieren, können Unternehmen durch Predictive Analytics proaktiv handeln und potenzielle Herausforderungen bereits im Vorfeld vermeiden.
Trend Nr. 3: Automatisierung und Robotik
Der anhaltende Fachkräftemangel in der Logistik stellt die Branche vor große Schwierigkeiten. Demografische Veränderungen und die steigende Nachfrage nach Logistikdienstleistungen verschärfen die Situation seit Jahren.
Laut der Organisationsberatung Korn Ferry droht bis 2030 ein globaler Fachkräftemangel von ca. 85 Millionen Arbeitskräften in den Lieferketten der Logistikbranche. Automatisierung und Robotik gewinnen daher zunehmend an Bedeutung, um Prozesse effizienter zu gestalten und den Personalmangel auszugleichen.
Lagerroboter verbessern die Intralogistik
Der anhaltende Mangel an qualifizierten LKW-Fahrern, Lageristen und Kaufleuten beschleunigt die Automatisierung von Warenlagern. Lagerautomatisierung mit Lagerrobotern zählt dabei zu den wichtigsten Trends in der Logistik.
Besonders verbreitet sind:
- Automatisierte Systeme (AS/RS): Förderbänder, Lager- und Abrufsysteme sowie Sortieranlagen, die den Materialfluss effizient steuern.
- Kollaborative Roboter (Co-Bots): Diese arbeiten Seite an Seite mit menschlichen Mitarbeitern und übernehmen monotone oder körperlich belastende Aufgaben.
- Autonome mobile Roboter (AMR): Selbstständig durch das Lager navigierende Roboter, die den Transport sowie das Ein- und Auslagern von Waren übernehmen.
Lagerroboter automatisieren zunehmend zentrale Prozesse in Warenlagern, darunter:
- Wareneingang
- Lagerhaltung
- Bestandskontrolle
- Kommissionierung
- Versand
- Transport
Dank ihrer Vielseitigkeit gehören sie zu den führenden Intralogistik-Trends der kommenden Jahre.
Trend Nr. 4: Nachhaltigkeit
Darüber hinaus bedeuten auch Klimawandel und Umweltschutz herausfordernde Themen für die Logistikbranche. Laut Statista verursachte der Verkehr in Deutschland im Jahr 2022 rund 20 Prozent der gesamten CO2-Emissionen – mit dem Gütertransport als wesentlichen Faktor. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die EU strenge Emissionsvorgaben für schwere Nutzfahrzeuge beschlossen. Im Vergleich zu 2019 gelten folgende Reduktionsziele:
- 45 Prozent weniger CO2 für 2030–2034
- 65 Prozent weniger CO2 für 2035–2039
- 90 Prozent weniger CO2 ab 2040
Neben einem wachsenden Umweltbewusstsein innerhalb der Branche steigt auch der wirtschaftliche Druck, nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Logistik der Zukunft setzt auf:
- Emissionsarme Antriebe und Kraftstoffe, darunter Elektro- und Wasserstofftechnologien
- Übergangslösungen wie (Bio-)LNG, (Bio-)CNG oder hydrierte Pflanzenöle (HVO)
- Verlagerung der Transporte von der Straße auf die Schiene
- Grüne Lieferketten, die Recycling, nachhaltige Materialien und die Rückgewinnung von Ressourcen in den Fokus rücken
Trend Nr. 5: Resiliente Lieferketten
Kunden legen zunehmend Wert auf kurze Lieferzeiten und personalisierte Zustellungen. Um diese Erwartungen zu erfüllen, müssen Lieferketten widerstandsfähig genug sein, um globale Störungen wie Naturkatastrophen, geopolitische Spannungen oder pandemiebedingte Einschränkungen abzufedern.
Strategien zur Stärkung der Resilienz
- Flexibilität: Lieferketten müssen schnell auf Veränderungen in der Nachfrage oder unerwartete Störungen reagieren können. Eine Diversifizierung durch mehrere Lieferanten, Abnehmer und Standorte reduziert Abhängigkeiten und erhöht die Anpassungsfähigkeit.
- Risikomanagement: Die frühzeitige Identifizierung und Minderung von Risiken sind entscheidend. Moderne Technologien ermöglichen eine Echtzeitüberwachung der Lieferkettenkapazitäten, während Notfallpläne für Krisensituationen bereitstehen.
- Nearshoring: Um die Abhängigkeit von weit entfernten Lieferanten zu reduzieren und Lieferzeiten zu verkürzen, verlagern Unternehmen ihre Produktion oder Beschaffung verstärkt in geografisch nähere Regionen.
Exotec als Lösungspartner
Wenn es um zukunftsweisende Lösungen geht, folgt Exotec konsequent den aktuellen Logistik-Trends: Mit dem Skypod®-System der nächsten Generation erhalten Unternehmen eine praktikable All-in-One-Lösung für die Lagerautomatisierung. Das AS/RS-System kombiniert Lagerroboter, Förder- und Kommissioniersysteme mit der KI-gestützten Lagersoftware Deepsky® und überzeugt durch:
- Hohe Reaktionsfähigkeit
- Maximierte Lagerdichte
- Erhöhte Effizienz
Das Herzstück der Exotec-Lösungen sind unsere autonomen mobilen Roboter (AMR), die Transport, Lagerhaltung und Kommissionierung automatisieren. Dies trägt maßgeblich zur Bewältigung des Fachkräftemangels und zur Steigerung der Effizienz bei.
Die neue Generation der Skypod-Lagerroboter
- ist kompakter und leistungsstärker – dadurch lassen sich bis zu 2,5-mal mehr Skypod-Roboter gleichzeitig in einem System bewegen
- nutzt den Raum effizient, indem sie auch unter den Regalen fährt und so eine zusätzliche Verkehrsfläche schafft
- trägt zu maximaler Lagerkapazität bei und bewegt sich bis zu 14 Meter hoch
- sorgt für erweiterte Flexibilität, indem die Roboter auch nebeneinander klettern können
- ermöglicht eine optimierte Kommissionierung durch sequenzierte Entnahme direkt in die Versandkartons
Durch den Einsatz von IoT-Technologie und fortschrittlichen IT-Plattformen werden Echtzeit-Daten erfasst und analysiert. Dies verbessert die Transparenz und Planungsgenauigkeit entlang der gesamten Lieferkette. Zudem nutzt Exotec Predictive Analytics und Big Data, um
- Bestände zu optimieren,
- Routen effizienter zu planen und
- Logistikprozesse zu automatisieren.
Ein weiteres Plus: Das Skypod®-System und DeepSky® ermöglichen Unternehmen eine flexiblere Reaktion auf Nachfrageschwankungen und Störungen in der Lieferkette. Sie unterstützen zudem die Diversifizierung von Beschaffungsquellen und ein proaktives Risikomanagement.
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Häufig gestellte Fragen zu Exotec und Trends in der Logistik
Wie trägt Exotec zur Nachhaltigkeit in der Logistik bei?
Unser Skypod-System der nächsten Generation ist besonders energieeffizient und trägt zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei. Durch die Optimierung von Logistikprozessen und den Einsatz umweltfreundlicher Technologien unterstützt Exotec Unternehmen bei der Umsetzung nachhaltiger Logistikstrategien.
Beispiel: Unsere Behälter und Tablare bestehen inzwischen größtenteils aus recyceltem Kunststoff. Dadurch konnten wir den CO2-Fußabdruck um 62 Prozent senken.
Welche Vorteile bietet die Automatisierung für die Logistikbranche?
Die Automatisierung bringt zahlreiche Vorteile für die Logistik und sorgt für effizientere, kostengünstigere und flexiblere Prozesse:
- Steigerung der Effizienz durch rund um die Uhr arbeitende, automatisierte Systeme
- Senkung von Arbeits- und Betriebskosten durch optimierte Abläufe
- Höhere Genauigkeit durch Fehlerreduktion bei der Bestandsverwaltung und im Auftragsmanagement
- Verbesserte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter durch erhöhte Sicherheit und den Wegfall körperlich anstrengender Tätigkeiten
- Erhöhte Resilienz durch schnellere Reaktionszeiten auf Marktveränderungen
- Beschleunigte Lieferketten und kürzere Durchlaufzeiten
(H3) Können Exotec Lösungen in bestehende Logistiksysteme integriert werden?
Ja, Exotec Lösungen lassen sich nahtlos in bereits bestehende Warehouse Management Systeme (WMS) integrieren. Um sicherzugehen, dass alle Daten und Prozesse reibungslos und ohne Unterbrechungen übertragen werden, arbeiten unsere Software-Ingenieure eng mit den IT-Teams unserer Kunden zusammen.
Zudem lässt sich unser hochflexibles, modulares System genau auf die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten des Kunden zuschneiden. Vor der eigentlichen Implementierung nutzt Exotec fortschrittliche Simulationstools, um den Betrieb des Systems zu modellieren und sicherzustellen, dass sich alle Komponenten optimal in die bestehende Infrastruktur einfügen.
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